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**Rezension** Dreimal im Leben

Titel: Dreimal im Leben

Originaltitel: El tango de la Guardia Vieja

Autor: Arturo Pérez-Reverte

Verlag: Insel Verlag / Suhrkamp

ISBN: 978-3-458-17580-3

Seiten: 526

Preis: 22,95 €  (Hardcover) 

Genre: Roman

 

Inhaltsangabe:

Auf einem Ozeandampfer begegnen sie sich das erste Mal. Es ist das Jahr 1929, Max jung und von wildem Charme arbeitet als Eintänzer in der ersten Klasse. Mecha zieht ihn augenblicklich in den Bann, ihre aparte Schönheit, der weltberühmte Komponist an ihrer Seite, das funkelnde Collier um ihren schlanken Hals. Es folgt ein Tanz, ein nichtssagender Smalltalk, der verheißungsvoller nicht sein könnte. In Buenos Aires angekommen, führt Max das Paar durch die zwielichtigen Tangobars seiner Geburtsstadt. Doch in dieser Nacht geraten die Dinge außer Kontrolle, und für Max und Mecha beginnt das Abenteuer ihres Lebens: die große Liebe. Eine Liebe, die erst viele Jahre später auf der Promenade Nizzas zwischen entrücktem Glamour und den Wirren des Krieges eine zweite Chance erhält ... "Dreimal im Leben" erzählt eine Geschichte voller Sehnsucht und Eleganz. Durchweht von der Nostalgie nach einer Welt, deren Glanz verblasst und deren Melodie verklungen ist, beschwört der Roman den bittersüßen Zauber verstrichener Gelegenheiten und die lebenslange Liebe zweier Menschen.

Cover:

Das Cover ist eher schlicht, besteht aus einer Fotografie. Sie zeigt eine Frau, die über die Reling eines Schiffes schaut. Ihr rotes Halstuch flattert im Wind. Auf mich wirkt das Cover melancholisch und nachdenklich. Passt zum Buch!

 

Meinung:

Ich hatte beim Lesen so meine Schwierigkeiten. Das lag keineswegs am Schreibstil des Autors, denn der war wirklich gut. Alles ist sehr detailliert beschrieben - auch damit hatte ich kein Problem. Ich hatte Schwierigkeiten, mich in den häufig wechselnden Zeitebenen zurecht zu finden.

Die Geschichte beginnt 1929 auf einem Überseedampfer nach Buenos Aires. Dann geht es Mitte der 1930er Jahre in Nizza weiter. Die letzte Episode spielt in den 1960er Jahren in Sorrent und soll die Gegenwart darstellen. Leider wird innerhalb der Kapitel immer zwischen zwei Zeiten gewechselt und manchmal brauchte ich einen Moment, um festzustellen in welcher Zeit ich mich gerade befinde.

Gerade der erste Abschnitt war mir persönlich zu lang und zog sich wie Kaugummi. Zur Mitte des Romans wurde es interessanter und ich fand endlich einen Zugang zur Geschichte und den Charakteren.

Die Hauptprotagonisten sind der gutaussehende Eintänzer und Ganove Max und die wohlhabende Mecha, Gattin eines Komponisten. Die beiden lernen sich kennen und haben eine kurze aber intensive Affäre. Als sie sich zum 2. Mal begegnen, ist die gegenseitige Anziehung noch immer vorhanden, aber das Schicksal ternnt sie erneut. Die letzte Begegnung endet dramatisch und der Leser wird mit einem offenen Ende zurückgelassen.

 

Fazit:

Bei diesem Buch handelt es sich keineswegs um eine seichte Liebesgeschichte, sondern um eine ernsthafte und ehrliche Darstellung zweier unterschiedlicher Leben voller Fehler, Opfer und lebenslanger Liebe. Erzählt wird das Ganze ohne Kitsch, aber mit viel Liebe zum Detail.

Mir persönlich hätte das Buch deutlich gekürzt besser gefallen.

 

Ich vergebe:

 

 

 

 

 

Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.


Diese Rezension wurde ursprünglich am 23.10.2013 auf meinem alten Blog www.muffins-light-side.blogspot.de veröffentlicht.

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